Neubau Kinder- und Jugendfreizeitstätte über U-Bahn-Tunnel
Die monolithisch aus Stahlbeton erstellten Baukörper (zwei bzw. dreigeschossig) wurden zur Dämmung der Erschütterungen und Körperschallschwingungen über spezielle Schwingungslager auf den Fundamentsockeln gesetzt.
Bauherr:
Landeshauptstadt München, Baureferat Hochbau 5
Architekt:
Prof. Johann Ebe + Sibylle Ebe
Volkartstraße 50
80636 München
Leistungen:
Tragwerksplanung nach HOAI, § 64I, LPh 1 bis 6
Objektüberwachung nach HOAI, § 64, LPh 8
Auslegung der Dämmmaßnahmen zum Schutz vor Erschütterungen und Körperschall mit Schwingungsmessung Bauphysikalische Nachweise des Wärme-, Schall- und Brandschutzes
Kinderkrippe und Jugendfreizeitstätte (JFS) grenzen unmittelbar aneinander, wurden aber jeweils in einer gesonderten statischen Berechnung behandelt. Beide Gebäude werden als ein Bauvorhaben gemeinsam errichtet sind aber eigenständige Baukörper. Nur die Streifenfundamente der Gründung laufen ohne Fuge durch.
Die tragende Konstruktion der massiven Gebäude besteht aus Stahlbetondecken und Stahlbetonwänden.
Zur genauen Lagerabstimmung und zur genauen Erfassung der Beanspruchung wurden beide Bauteile mit einem räumlichen FE-Modell abgebildet und nachgewiesen.
Die Ausbildung eines zweiten Obergeschosses war aus baurechtlicher Sicht möglich. Daher wurde ein eventuell späterer Ausbau der Dachterrasse zu einem Vollgeschoß in der jetzigen Planung berücksichtigt.
Das Gebäude wird direkt auf einer U-Bahn Röhre errichtet. Zur Dämpfung der Erschütterungseinwirkungen werden zwischen den Streifenfundamenten und dem Gebäude linienförmig Lager angeordnet. Unter den Einzelstützen werden Flächenlager angeordnet. Sämtliche Lager wurden unter der maßgebenden Lastkombinationen („quasi ständige“ Auflast) auf eine Grundfrequenz von höchstens 9,5 Hz abgestimmt.
Zur Sicherstellung der Kontaktfreiheit in der Lagerebene am Übergang von den Fundamenten zum Gebäude wurde ein spezieller Bauablauf unter Verwendung von Fertigteilelementen ausgearbeitet.

